Daran gibt es nichts zu rütteln: Wenn die New Yorker Phantoms am Donnerstag, 21. Januar, im Nachholspiel Schlusslicht Paderborn Baskets empfangen, ist ein Sieg absolut Pflicht (Tipp-Off: 19 Uhr, Volkswagen Halle). „Die Vorgabe ist allen völlig klar. In unserer Lage muss auf jeden Fall ein Heimsieg her. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir absolut konzentriert und aggressiv in das Spiel gehen“, sagte Sebastian Machowski. Der Phantoms-Coach warnt seine Spieler jedoch eindringlich davor, den Tabellenletzten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Auch Paderborn ist unter Zugzwang und braucht händeringend ein Erfolgserlebnis. Gegen Bremerhaven haben die Baskets eine gute Halbzeit gespielt“, weiß der 37-Jährige. „Aber wir sind gut vorbereitet.“
Der Gegner: Im Sommer 2009 kam es in Paderborn zum Ausverkauf. Mit Chris Ensminger (Telekom Baskets Bonn), Steven Esterkamp (Eisbären Bremerhaven), Nathan Peavy (Artland Dragons), Steven Wright (WALTER Tigers Tübingen), Bryant McAllister (KTP Basket Kotka/Finnland) und Stefano Garris (ohne Verein) kehrten die wichtigsten Leistungsträger nach Saisonende den Westfalen den Rücken. Auch Paderborns Ikone Douglas Spradley verließ die Stätte, an der er erfolgreich vier Jahre als Spieler und acht Jahre als Headcoach gewirkt hatte, und unterschrieb einen Vertrag beim Bundesligakonkurrenten Eisbären Bremerhaven. Als letzte der Mohikaner blieben den Rot-Weißen lediglich drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der US-Legionär Matt Terwilliger (zuvor Ohio State University) erhalten.
Die Baskets-Verantwortlichen um Wolfgang Walter krempelten im Sommer die Ärmel hoch und leiteten umgehend den Neuanfang ein. Mit Olaf Stolz wählten die Baskets gezielt einen Trainer, der beim ProB-Ligisten SOBA Dragons Rhöndorf bereits bewiesen hatte, dass er es sehr gut versteht, mit jungen Spielern zu arbeiten. Der 43-Jährige hatte sich zuvor einen Namen als Coach der Deutschen Frauennationalmannschaft gemacht. Den Kader der Paderborn Baskets bilden jetzt junge Talente und gezielt ausgewählte Basketballlegionäre aus Nordamerika. Das Durchschnittsalter bei den Paderbornern liegt jetzt bei knapp unter 23 Jahren. Vier deutsche U24-Nationalspieler wollen beim Erstligaklub aus Westfalen zu gestandene Bundesligaakteure heranreifen. Zur Gruppe der jungen Wilden gehört auch A2-Nationalspieler Nicolai Simon. Der ehemalige Korbjäger von Alba Berlin musste die gesamte Spielzeit 2007/08 wegen einen Rückenverletzung pausieren und sammelte in der vergangenen Saison neue Spielpraxis beim ProB-Ligisten Erdgas Ehingen/Urspringschule. Bei den Paderbornern steht das Nachwuchstalent durchschnittlich 20 Minuten auf dem Holzparkett.
Die US-Importe Malik Moore, Kevin Langford, DeAndre Haynes und der Kanadier Sefton Barrett schlugen am besten in Paderborn ein. Der aus Weißenfels gekommene Guard Moore ist mit rund 12 Punkten derzeit bester Scorer im Baskets-Dress. Langford punktet ebenfalls zweistellig und liefert jedes Mal etwa 5 Rebounds ab. Für 1,98 Meter-Forward Sefton Barret (10 Zähler) wird es in der Volkswagen Halle ein Wiedersehen mit den Phantomsakteuren Kevin Hamilton und Tomasz Cielebak geben. Denn: Die drei Profis spielten in der vergangenen Spielzeit gemeinsam für den polnischen Erstligisten SKK Kotwica Kolobrzeg. Der europaerfahrene Pointguard DeAndre Haynes ist auf dem Spielfeld der verlängerte Arm von Trainer Olaf Stolz (siehe Im Fokus). US-Boy Terence Dials (8 Punkte, 5 Rebounds) musste auf Zeit nachverpflichtet werden, nachdem sich sein zu Saisonbeginn geholter Landsmann Nate Gerwig am Knie verletzt hatte. Der 2,06 Meter große Dials erhielt nach guten Auftritten kurz vor Weihnachten eine Vertragsverlängerung bis Ende Januar 2010.
Den Phantoms jetzt den Rücken stärken! Weißes T-Shirt – freier Eintritt für Schüler und Studenten
Die Bundesliga-Basketballer New Yorker Phantoms wollen mit einer besonderen Solidaritätsaktion am Donnerstag, 21. Januar, beim Heimspiel gegen die Paderborn Baskets ein Zeichen setzen. Alle Studenten und Schüler erhalten freien Eintritt (Kategorie 5, keine Platzwahlmöglichkeit), wenn sie zur Unterstützung der beliebten Basketballer aus der Löwenstadt mit einem weißen T-Shirt (auch andere weiße Oberbeleidung möglich) in die Volkswagen Halle kommen.
Zum Verteilen der Freikarten an die Studenten und Schüler wird es an der Volkswagen Halle eine Extraausgabestelle geben (nicht im Vorverkauf). Die Ausgabe erfolgt gegen Vorzeigen des Schüler- und Studentenausweises.
Öffnungszeiten:
Kasse/Ticket-Ausgabestellen: 17 Uhr
Einlass Volkswagen Halle: 18 Uhr
Spielbeginn: 19 Uhr
