31.01.2010
Die Fans der New Yorker Phantom fiebern dem nächsten Spieltag entgegen. Am Sonntag, 31. Januar, empfängt die Mannschaft von Sebastian Machowski EnBW Ludwigsburg (17 Uhr, Volkswagen Halle). Die Barockstädter sind direkter Konkurrent um einen der acht Playoff-Plätze. Neuzugang Marcus Goree wird zudem nach nur vier Trainingseinheiten mit seinen neuen Teamkollegen gegen Ludwigsburg erstmalig im Kader stehen. „Am Sonntag ist ein kleines Finale im Rennen um die Playoff-Plätze. Wir brauchen jetzt jeden Sieg“, verdeutlicht Phantoms-Trainer Sebastian Machowski noch einmal den Stellenwert der Partie.

„Ludwigsburg ist eine starke Mannschaft mit vielen individuell starken Spielern“, weiß Machowski. Wenn alles gut läuft, wird der 2,01 Meter große Euroleague-Gewinner Goree sein Debüt im Phantoms-Trikot feiern. Machowski: „Mit seiner Klasse und Erfahrung wird uns Marcus hoffentlich gleich weiterhelfen. Er hat nicht ohne Grund bei mehreren europäischen Spitzenteams gespielt. So einen Spielertyp haben wir gesucht.“

Wie viele Basketballklubs der Beko Basketball Bundesliga bauten auch die Verantwortlichen von EnBW Ludwigsburg in den Sommermonaten auf einen Neuanfang. Neuer Trainer, neues Team, neue Heimspielarena – aber auch neues Glück? Die personelle Zäsur fiel bei den Ludwigsburgern nach dem enttäuschenden Platz 11 am Ende der Spielzeit 2008/09 besonders groß aus. Das Traineramt übernahm der Türke Tolga Öngören, der vom Ligakonkurrenten Walter Tigers Tübingen abgeworben wurde und bereits der dritte Ludwigsburger Übungsleiter in drei Jahren ist. Domonic Jones ist der einzige Leistungsträger, der schon vergangene Saison für die Barockstädter auf Körbejagd gegangen war. Der 1,86 Meter große Ex-Braunschweiger liefert Woche für Woche bei einer durchschnittlichen Spielzeit von nahezu exakt 20 Minuten solide Leistungen ab und kommt auf durchschnittlich 8,5 Punkte. Ein Wiedersehen in der Volkswagen Halle wird es am Sonntag auch mit Kyle Visser geben. Der 2,11 Meter große US-Center wechselte im Sommer 2009 zur Überraschung vieler von Braunschweig nach Ludwigsburg. Unbestritten ist seine Klasse: Mit rund 11 Punkten ist der blonde Hüne derzeit zweitbester Punktesammler beim Neckarteam. Bei den Rebounds führt Starter Visser sogar die teaminterne Wertung an (5,8).

Neuzugang Michael King schlug am Neckar besonders gut ein. Der 31 Jahre alte US-Amerikaner, der vom polnischen Erstligisten BPS Basket Kwidzyn kam, rangiert mit über 12 Zählern nicht nur an der Spitze der Ludwigsburger Punkteskala, sondern ist auch ein heißer Kandidat für die Bigpoints. Dem Lockruf von Trainerfuchs Tolga Öngören folgte auch Kyle Bailey, der nach glanzvollen Spielzeiten im Dress von MEG Göttingen und ratiopharm Ulm bei vielen Beko Basketball Bundesligisten auf dem Wunschzettel sehr weit oben stand. Bailey trägt die Kapitänsbinde und akklimatisierte sich in seiner neuen Basketballheimat sehr schnell (9 Punkte pro Spiel). Außer dem Headcoach kamen aus der Universitätsstadt Tübingen auch 2,03-Meter-Forward Michael Haynes (10 Zähler) und Richard Chaney.

Kurz vor Saisonbeginn verletzte sich bedauerlicherweise Powerforward Rashuan Freeman, der Collegebasketball an der renommierten University of Massachusetts gespielt hatte. Die Ludwigsburger präsentierten mit Bundesligaveteran Quadre Lollis (früher Alba Berlin) jedoch schnell mehr als gleichwertigen Ersatz. Das 36 Jahre alte Muskelpaket spielte zuvor drei Jahre lang für den italienischen Zweitligisten Vanoli Soresina, wo er in der letzten Saison in 35 Spielen auf exakt 13 Punkte pro Partie kam und sich 6,3 Rebounds angelte.
Markus Gröchtemeier (Pressesprecher)