
News: Nils' Corner – „Haben unsere Hausaufgaben gemacht“
06.11.2009
Nils Mittmann ist seit der Spielzeit 2009/10 neuer Kapitän der New Yorker Phantoms Braunschweig. Der gebürtige Braunschweiger trägt seit 2008 wieder das Trikot der Löwenstädter und ist eine der Identifikationsfiguren des Teams. newyorkerphantoms.de sprach mit dem Routinier über seine Aufgaben als Teamkapitän, über die sportlichen Erfolge, über persönliche Rituale und natürlich über das Spitzenspiel beim Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg am Sonntag, 8. November (18 Uhr). In loser Folge wird unser Captain auch in Zukunft wieder in seiner Kolumne über aktuelle Themen rund um Braunschweigs Bundesligisten berichten.Du bist seit dem ersten Spieltag der Kapitän der New Yorker Phantoms Braunschweig. Dieses Amt ist für Dich ja nichts Neues. Bereits in Ludwigsburg, Ulm und Würzburg hast Du das „C“ hinter Deinem Namen auf dem Anschreibeblock wiedergefunden. Was verbindest Du damit?
Nils: Natürlich ist die Ernennung zum Kapitän eine Ehre für jeden Spieler. Man ist die offizielle Verbindung zwischen Team und Trainer. Bei Problemen zwischen Spielern und den Coaches oder umgekehrt kann ich vermitteln. Aber sowas ist bei uns ja glücklicherweise derzeit kein Thema. Meine Rolle auf dem Feld wird keine andere sein. Ich werde deshalb nicht anfangen, mit den Schiedsrichtern auf dem Feld zu diskutieren. Das bleibt Aufgabe des Trainers, wenn es notwendig ist.
Ihr habt mit fünf Siegen in fünf Spielen einen furiosen Start in die Saison 2009/10 hingelegt. Was ist Deiner Meinung nach das Geheimnis?
Nils: Ich denke, dass die Chemie bei uns einfach passt. Wir spielen gut zusammen und haben auch eine Reihe von älteren Spielern im Team, die sich nicht mehr in der Orientierungsphase befinden und wissen, was auf dem Parkett zu tun ist. Es ist deutlich zu sehen, was wir auch riesigen Spaß am Spielen haben. Aber auch abseits des Spielfeldes verstehen wir uns gut.
Ist die Handschrift Eures Trainers Sebastian Machowski erkennbar?
Nils: Der Trainer hat die Spieler zusammen mit der sportlichen Leitung gut ausgewählt. Es ist zu erkennen, dass wir einen guten Offensivbasketball spielen, ohne jedoch dabei die Verteidigung zu vernachlässigen. Der Coach legt viel Wert darauf, dass wir uns stetig verbessern und in der Lage sind, richtige Entscheidungen zu treffen.
Am Sonntag dürfte die Messlatte beim Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg jedoch einige Zentimeter höher liegen. Hand aufs Herz: Wie stehen die Chancen wirklich, Sieg Nummer sechs einzufahren?
Nils: Oldenburg hat sein Auswärtsspiel am Mittwoch in der Euroleague beim russischen Spitzenklub Khimki Moskau nur ganz knapp mit 72:76 verloren. Das zeigt das Niveau, das die EWE Baskets besitzen. Wir müssen an die Leistungen unserer ersten fünf Spiele nahtlos anknüpfen und über 40 Minuten konstant gut spielen. Wir haben alle unsere Hausaufgaben gemacht und können daher locker aufspielen. Dann gibt es durchaus eine Chance auf Sieg Nummer sechs.
Auf welchen EWE-Akteur müsst Ihr am meisten aufpassen?
Nils: Sich auf ein, zwei oder drei Spieler festzulegen, wäre absolut falsch. Foster, Paulding und Carter sind natürlich starke Spieler. Aber Oldenburg überzeugt vor allem als Kollektiv.
Hast Du wiederkehrende Rituale vor dem Spiel?
Nils: Feste Rituale habe ich eigentlich nicht. Natürlich mache ich viele Dinge an einem Spieltag immer ähnlich. Ja doch. Zum Beispiel tape ich mir vor einer Partie immer als erstes meinen rechten Fuß.
Markus Gröchtemeier (Pressesprecher)

